Selbst und ständig – Wie du der größten Falle der Selbständigkeit entgehst

Hilfe, ich bin Selbst (und) Ständig – Holt mich hier raus

Flaschenhals eigene Arbeitszeit - Aktuelle Studien weisen aus, dass Selbständige in der Regel wesentlich mehr Wochenstunden leisten als Arbeitnehmer.

Für viele Menschen klingt das normal und selbstverständlich. Wer sich entscheidet, in die eigene Tasche zu arbeiten, der muss einfach damit rechnen. So die landläufige Meinung. Was ist die größte Falle der Selbständigkeit?

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In der Anfangszeit, wenn noch keine Kunden, manchmal keine klaren Strukturen und Vorstellungen vorhanden sind, mag dies normal sein. Nach Jahren der Selbständigkeit wirft es Fragen auf. In Deutschland arbeiten Selbständige statistisch 10 Stunden pro Woche mehr als Angestellte.

Bei der Betrachtung der Arbeitszeit geht es gar nicht immer um die Arbeitsbelastung eines Selbständigen. Es dreht sich vor allem um die Frage: „Was sind die limitierenden Faktoren für die Entwicklung eines Geschäftes, einer Firma?“

In vielen kleinen Unternehmen wird die limitierte Arbeitszeit des Inhabers zum Stolperstein für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens. Typische Berufe sind Coaches und Berater, Heilberufe, aber auch kleine Handwerksbetriebe, in denen der Chef alles selbst macht.

Es ist wunderbar, wenn ausreichend Aufträge, Kunden und Klienten da sind. Wenn sie jedoch in der normalen Arbeitszeit nicht abgearbeitet werden können, dann erwächst daraus ein möglicher Stolperstein.

Dann kann eine solche Situation bei gefüllten Auftragsbüchern zum Aufgeben führen. Der Unternehmer ist im (selbst organisierten?) Hamsterrad, auf dem Weg zum (nächsten?) BurnOut und/oder dem Verlust jeglicher Leidenschaft am Unternehmen.

Der Weg dahin verläuft nicht geradlinig und doch stetig steigend. Typische Verhaltensmuster sind die Folgenden.

Die – Ich mache alles selbst – Falle

Unternehmeraussage „Mein Ziel ist der Aufbau eines großen und florierenden Unternehmens!“ Die Herausforderung des Unternehmers ist nur – Er kann nicht delegieren, er hat kein Vertrauen!

Also beginnt der Unternehmer die Arbeitsergebnisse jedes seiner Angestellten oder seiner Partnerunternehmen auf Richtigkeit und Qualität zu untersuchen.

Das Ergebnis ist, er macht seine eigene Arbeit in seiner nicht vorhandenen Freizeit. Dieser Unternehmer hat zumindest in einem konventionellen Geschäft kaum eine Chance stressfrei zu wachsen.

Die – Ich kann das alles – Falle

Dieser Unternehmer ist Generalist. Er besuchte viele Weiterbildungen, hat immer wieder neue Techniken gelernt und hat permanent neue Ideen. Hier ist gerade ein Punkt für mich, meine eigene Nase zu berühren…

Der „Ich-kann-alles“ Handwerker ist ständig am Nachkaufen neuer Spezialwerkzeuge für seine neuen Bereiche.

Der Informatiker besorgt sich immer wieder neue Softwareprogramme und investiert Unmengen an Zeit für die Einarbeitung.

Der Heilpraktiker hat jetzt 22 verschiedene Behandlungsoptionen für den gleichen Patienten. Die Zeit zur Entscheidung, welche er einsetzt, fehlt dann in der Behandlung.

Der Gas-Wasser-Installateur meldet sich bei allen Aufträgen, wo Wasser zum Fließen kommt. So ist er nur am Beschaffen neuer Spezialwerkzeuge und Ersatzteilen. 40 Stunden arbeitet er beim Kunden, 30 Stunden in der „Organisation“.

An der Stelle haben Unternehmer einen ganzen Strauß an Herausforderungen:

  • Die Qualität sinkt langfristig, dass der Unternehmer keine Zeit hat die Erkenntnisse der Arbeit am Kunden zurückfließen zu lassen.
  • Der Standardanteil der eigenen Arbeit wird permanent geringer, wodurch alles neu und als Unikat geschaffen werden muss.
  • Die Effizienz der Arbeit sinkt, da der Unternehmer bei so vielen Interessen und Spezifikationen einfach nicht mehr Weltspitze sein kann.
  • Die Folge davon ist, der Unternehmer wird auch nur als Generalist wahrgenommen und bestellt. Was wiederum dazu führt, dass er sich eher mit kleineren Brötchen zufrieden geben darf. Nur für den Topspezialisten der Branche werden Topkonditionen gezahlt.
  • Noch einer obendrauf. Die Ellenbogen des Unternehmers sind ständig zerschrammt, er kann nicht anders als sie einzusetzen. Der Wettbewerb ist gnadenlos, die Preise sinken.

Lösungsansätze für smarte Unternehmer

Zielgruppen – Bestimmung

Was antwortest du auf die Frage nach ​deiner Kundenzielgruppe? Oft höre ich: „Na alle zwischen 16 und 66 Jahren!“

Für mich ist die Zielgruppe eine dedizierte Gruppe von Menschen, auf die ich mit meinem Angebot ziele. Wie zielt der Unternehmer auf alle?

Zugegeben, auch für mich war die Definition meiner Zielgruppe eine echte Herausforderung. Es ist ein Prozess, in dem du mehr über dich selbst und deine Produkte/Dienstleistungen lernst.

Im Beitrag "Weshalb musst du einen Kunden-Avatar haben?" zeige ich dir die Erstellung eines mächtigen Kunden-Avatars.

Die SPITZ-IN-DEN-MARKT Positionierung

Positionierung bedeutet in keinem Fall Umsatz zu verschenken, weil man ja nicht alles macht. Glasklare Positionierung ist die Basis für gewinnbringende Aufträge und Erfolg.

Was sind wichtige Punkte der Positionierung?

  1. Anders sein als der Mitbewerber (anderes Herangehen, andere Tools, Kreativität).
  2. Außergewöhnlich sein (Expertise).
  3. Der Erste in einem Marktsegment sein.
  4. Lieber spitz als breit anbieten (wer alles kann ist eher unglaubwürdig).
  5. Ein Grundbedürfnis der Zielgruppe wählen, keine Technologie oder Verfahren (sind schnell überholt).
  6. Ein klar definiertes Problem der Zielgruppe lösen.
  7. Einen Preis bestimmen, der dem Produkt und dessen Positionierung entspricht.

Nehmen wir einen Heilpraktiker als Beispiel. Die Webseite liest sich oft wie der Katalog einer riesigen Weiterbildungsakademie. Jede Ausbildung wird aufgeführt, es wird nicht gespart mit medizinischen Fachbegriffen.

Wen will der HP beeindrucken? Den Kunden, seinen Mitbewerber oder sich selbst? Es interessiert niemanden, welche Ausbildungen er gemacht hat. Der Patient will wissen: Kann dieser HP mein Problem lösen?

Ein Internetdienstleister könnte schreiben: „Ich habe mich mit meinem Angebot darauf spezialisiert, Zahnärzte ins Internet zu bringen. Durch die enge Zusammenarbeit mit dieser Berufsgruppe in den letzten Jahren, konnte ich Fragenkataloge und Herangehensweisen entwickeln, die es dem Zahnarzt einfach machen, sich zu positionieren und mit mir gemeinsam den perfekten Webauftritt zu gestalten.“

Kannst du dir vorstellen, dass ein Kunde auch eine größere Strecke der Anfahrt auf sich nimmt, bereitwillig DEINEN Preis zahlt und dich bei (garantiertem) Erfolg auch weiterempfiehlt? Ja, das wird er tun.

Im Beitrag "Einzigartigkeit versus Konkurrenz" findest du tiefer gehende Informationen.

Entscheidung für neue Strukturen (Wahlen?)

Weiter kommt der Unternehmer, wenn er an dieser Stelle über neue Herangehensweisen und/oder neue Strukturen nachdenkt.

Dies ist ein sehr guter Moment über Lebensziele und ein größeres Warum nachzudenken. Auch die Werte des Unternehmers und seiner Firma gehören an einem solchen Punkt der Entwicklung auf den Prüfstand.

Nur so kann der Unternehmer sich sicher sein, dass die Entscheidungen, die anstehen, auch mit seiner jetzigen Auffassung und Zielrichtung kongruent sind.

Natürlich möchte ich dich an dieser Stelle zu der Überlegung führen, dir das Internet als möglichen strategischen Ansatz für die weitere Unternehmensentwicklung anzuschauen.

Allerdings ist die Entscheidung für ein geschäftliches Engagement im Internet vom Typ und den Vorstellungen des Unternehmers abhängig. Eine schnell „hingestellte“ Firmenwebseite ist nur ein weiteres Grab für hart verdientes Geld.

Neue Strukturen können auch sein, eine Agentur für Dienstleitungen aufbauen, in die du dich mit integrierst, ein Empfehlungs-Netzwerk an Spezialisten kreieren und natürlich auch Outsourcing. Dies entscheidest du als Unternehmer.

Chance Internet

Ein Allheilmittel ist das Internet nicht. Es braucht eine sehr gute Vorbereitung des Unternehmers und des Definierens eindeutiger Anforderungen und Ziele für die Firmenwebseite, um diese sinnvoll und erfolgreich in das Unternehmen zu integrieren.

Eine Webseite, die nur Schaufensterfunktion hat, ist nach 3 bis 5 Jahren nur noch ein verstaubter Anachronismus, den niemand mehr braucht und den Kunden eher abschreckt.

Es gibt auch keinen Unternehmensbereich, für den es nicht interessant wäre einen perfekten Unternehmensauftritt im Web zu haben.

Folgende Punkte bieten sie für jedes Unternehmen an:

  • Automatische Kundengewinnung per Internet
  • Kundenservice über die Webseite
  • Kundenbindung mit der Webseite
  • Verkaufen der Firmenprodukte über die Webseite
  • Verkaufen von Fremdprodukten (Affiliate) über die Firmenwebseite
  • Verkaufen digitaler Produkte per Webseite (Ratgeber, eBooks, Anleitungen…)

Der größte Vorteil des Internets besteht darin, dass du die Prozesse (mit perfekter Zielgruppe und Positionierung) so stark automatisieren kannst, dass du z.B. durch den Verkauf einer Videoanleitung echtes passives Einkommen generieren kannst.

Auf den Punkt gebracht...

Die wohl wichtigste Verantwortung hast du als Selbständiger für dich selbst. Gerade kleinere Firmen geraten schnell in die Zeitfalle und beginnen damit eine Abwärtsspirale. Das ist die Falle der Selbständigkeit.

Auswege sind Möglichkeiten passive Einkommensströme zu erschließen (die natürlich auch Zeit kosten) und/oder die Firma zu entwickeln, so dass du als Unternehmer immer mehr am als in der Firma arbeitest.

Frage dich - Was kann ich SEIN oder TUN, um weitere Einkommensströme in mein Business zu integrieren, um mich immer mehr aus dem direkten Arbeiten im Unternehmen herauslösen zu können?

Das ist auch in Ein-Mann-Unternehmen möglich. Wie? Zum Beispiel durch automatisch generierte Einkommen, so dass du nur noch die persönlichen Aufträge annimmst, die dir unendlich Freude bereiten...

Frage dich immer - Was kreiert jetzt mehr?

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Herzliche Grüße
Thomas

thomasheise
 

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