SEO versus Marke – No-Click-Searches

Bestimmt ist deine Webseite SEO-optimiert. Also auf die richtigen Keywords, die der Besucher eingibt, soll dann deine Webseite in den Suchergebnissen ganz oben angezeigt werden - Oder?

Das wird zunehmend schwieriger werden. Google hat still und heimlich etwas für seinen Konzern Geniales vorbereitet. Was kannst du tun, wenn der Kunde nicht mehr klickt, also auf deinen Webseitenlink klickt?

More...

Was Google so ganz nebenbei einführt

Hast du bemerkt, dass Google in den letzten zwei Jahren seine Ergebnisseite (SERP - Search-Engine-Result-Pages) gewaltig umgebaut hat?

Noch vor zwei Jahren wurden oben die ersten drei Plätze für Anzeigen reserviert. Im rechten Teil wurde weitere Anzeigen dargestellt. Die organischen Suchergebnisse platzierte der Konzern unter der Anzeigen 1 bis 3.

Die Anzeigen im rechten Teil sind vor einiger Zeit weggefallen. Jetzt hast du die drei bestplatzierten Anzeigen oben und die Nummern 4 bis 6 ganz unten auf der ersten SERP. Rechts war länger leer.

Bald darauf stelle Google im rechten Teil passende Suchergebnisse aus Google-Maps und Google-Business dar - du siehst die Bedeutung der lokalen Informationen deines Business.

Im Verlaufe der Jahre hat Google in seiner internen Datenbank Antworten auf Useranfragen gesammelt, gewertet und neu zusammengestellt. Was machen sie damit?

Wenn ein Besucher eine Keyword-Anfrage starte, dann sucht Google nach wie vor die besten Anzeigen und stellt sie oben dar. Weiter sucht Google in seinem Index nach den Seiten, die mit großer Wahrscheinlichkeit die beste Antwort bereit halten. Soweit gut.

Doch auf der rechten Seite stellt Google jetzt die Antwort dar, die es in der internen, immer weiter lernenden Datenbank, gefunden hat.

Was für den Suchenden eine super Sache ist - er bekommt eine sehr gute Antwort (hier gibt sich Google wirklich Mühe) - ist für dich und dein Unternehmen der Worst-Case, also der schlechteste anzunehmende Fall.

In der Fachsprache heißt dies No-Click-Searches - der Suchende bekommt seine Antwort, ohne auf eine weitere Webseite gehen zu müssen.

Aus welchen Gründen macht Google das?

  • Ziel No. Eins ist - Der Suchende soll so schnell als möglich ein qualitativ hochwertige Antwort auf seine Frage erhalten. Darüber definiert sich Google als Suchmaschine No. EINS
  • Ziel No. Zwei - Du als Gewerbetreibender wirst so animiert (gezwungen?) Werbung bei Google zu schalten - Google Ads

Dumm gelaufen, könnte man jetzt sagen. Denn viele Suchenden werden nicht mehr auf die angebotenen Webseiten gehen und sich dort die Informationen holen, sie bleiben auf der SERP "hängen".

Deine Angebote bleiben dann natürlich auch komplett unbeachtet.

SEO versus Marke - Was konkret bedeutet das für deine Webseite?

Nach meiner Meinung wird das Ergebnis der Google-Strategie nicht sofort zu dramatischen Einbrüchen auf deiner Webseite führen. Das liegt einfach daran, dass die "Antwort-Maschine" ein lernendes System ist.

Erst im Verlaufe der Zeit werden die Antworten zu spezifischen Themen immer besser, so dass der Suchende das Gefühl bekommen wird - die Antwort ist das, was er gesucht hat.

Wie lang dieser Zeitraum sein wird, ist ungewiss. Sicher ist jedoch, wir reden nicht von mehreren Jahren.

Hat Google ein Qualtitätslevel erreicht, welches den Suchenden zufrieden stellt, wird dieser immer weniger Ausflüge auf deine Seite unternehmen.

Du kannst davon ausgehen, dass kein Suchender mehr Aufwand unternehmen wird, als unbedingt notwendig. Die No-Click-Searches werden dann auch dich betreffen.

Selbst in dem Fall, dass deine Seite einen wirklichen Nutzen für den Besucher in Bezug auf ein bestimmtest Key-Word bietet, wird sich das auf den Traffic deiner Seite sehr stark negativ auswirken.

Im gewissen Sinne weicht Google damit von seiner lang gefahrenen Strategie "Content is King" (Inhalt ist der König) ab.

Was kannst du jetzt und auch langfristig tun?

Definitiv wird es für dich mehr Arbeit bedeuten und sicher auch ein paar neue Wahlen bedeuten, um den Traffic auf deiner Seite zu erhalten und auszubauen.

  • Entwickle dich, dein Business immer mehr zu einer Marke
  • Nutze die unterschiedlichen Möglichkeiten von Social Media
  • Lightbulb
    Baue dir deine eigene Gefolgschaft auf (deine Liste)
  • Lightbulb
    Investiere in bezahlte Werbung bei Google und bei Facebook
  • Lightbulb
    Trage dein Business in allen möglichen lokalen Suchseiten ein

Entwickle dich immer mehr zu einer Marke

Die längerfristig mit Sicherheit erfolgreichste Strategie ist es, dass du dich bzw. dein Unternehmen immer mehr zu einer Marke entwickelst. Eine Marke kann Google zwar als Ergebnis darstellen, jedoch nicht direkt in Verbindung mit einem eindeutigen Key-Word bringen.

Als Marke arbeitest du daran, zu Key-Words eine eigene Bedeutung, einen eigenen Inhalt zu haben. In jedes Key-Word fließt deine Vision, dein Mindset mit ein. Wie ist das gemeint?

Nehmen wir an, du schreibst über das Thema "ganzheitliche gesunde Ernährung". Google kann jetzt zwar hergehen und eine allgemeine Erklärung bzw. Antwort dafür finden. Doch wird diese in aller Regel nicht mit deiner Sicht auf dieses Thema übereinstimmen.

Menschen, die deine Marke kennen, verbinden in dem Moment einen komplett oder teilweise abweichenden Inhalt mit diesem Begriff, als Google es darstellen kann.

Genau das ist deine Chance.

In dem Moment, wenn du deine Sicht, deine Inhalte, deine Aussagen zu bestimmten Themen verknüpfst, wird der Suchende seine Antwort auf deiner Seite holen wollen.

Er kann sich mit der allgemeinen Antwort von Google nicht mehr zufrieden geben.

Bedingung ist natürlich, dass Menschen deine Arbeit, deine Aussagen zu diesem Thema, deine Darstellung für sich annehmen. Sie gehen mit deiner Sicht auf das Thema in Resonanz.

Das wiederum kann nur funktionieren, wenn du in deinen Thema persönliche, fundierte Antworten/Ansichten liefern kannst. Abschreiben und zittieren wird in diesem Fall nicht zum Ziel führen.

Du darfst dich auf den Weg machen, DEINE EINZIGARTIGKEIT ZU FINDEN UND ZU LEBEN.

Nutze Social Media

Social Media in seiner Fülle bietet dir eine ganze Palette an Möglichkeiten an. Wichtig ist nur, dass du auch hier die Regeln der Relevanz beachtest. Schreibe nur Beiträge oder verwende nur Bilder, Videos, zu denen du eine wirkliche Beziehung hast und die etwas über dich, deine Produkte, dein Business aussagen.

Der Idealfall ist, dass du aus einen Social-Media-Profil die Besucher auf einen speziellen Blogbeitrag oder eine dedizierte Unterseite deiner Webpräsenz leitest.

Ein direkter Verkauf, ein direktes Angebot ist aus Social Media heraus eher wenig sinnvoll. Jedoch kannst du auch das natürlich testen.

Eine wundervolle Methode, dich von Google und Co unabhängig zu machen, ist es, dir eine eigene Liste von Followern und/oder Interessenten aufzubauen.

Bei Social Media sind das die Fans deiner Fanpage (Firmenseite bei Facebook) oder die Follower deines Instagram- oder Pinterest-Profiles.

Wenn du es noch besser machen möchtest, dann verbinde Social Media mit E-Mail-Marketing (siehe nächster Punkt).

Baue deine direkte Gefolgschaft aus

Der Idealfall für dein Business wäre es doch, wenn du jede Info zu neuen Produkten oder Leistungen per Knopfdruck an viele tausend Menschen senden könntest oder?

Genau diese Chance hast du mit dem Aufbau einer eigene Liste in einem Autoresponder-System. Dies ist "nichts weiter" als das Sammeln von Kontaktdaten in Listen in speziellen E-Mail-Programmen.

Stelle dir einfach vor, du hast bereits Geld für die Werbung ausgegeben und darauf haben Menschen reagiert. Egal in welchem Medium die Werbung geschalten wurde, es ist immer sinnvoll diese Interessenten auf deine Wenseite zu lenken.

Die Webseite wird so zum Kommunikationsmittelpunkt zum Kunden und zum Interessenten. Eine spezielle Werbung wird natürlich auch einen Blogbeitrag oder eine Unterseite gelenkt, deren Inhalt zur Werbung passt. Also leite Traffic niemals auf die Startseite deiner Webpräsenz. Weshalb das nicht sinnvoll sein kann, wird im Artikel "Google Ads auf Landigpage oder Startseite?" (hier klicken) erläutert.

Sind die Interessenten auf deiner Seite, kannst du ihnen ein kostenfreies Geschenk anbieten, welches sich mit dem gewünschten Thema tiefer gehend beschäftigt. Du gibst ihnen ein sogenanntes Freebie.

Im Austausch für diese wertvolle Information (und eine solche muss es sein) bittest du um die E-Mail-Adresse des Besuchers (Achtung geschickt formulieren, ansonsten Kopplungsverbot nach DSGVO beachten).

Wenn du die Mailadresse hast, kannst du wiederum wohl dosiert Informationen zu deiner Firma, deinen Produkten oder Dienstleistungen versenden. Wichtig ist, dass der Adressat immer EINEN MEHRWERT aus den Informationen ziehen kann, auch OHNE DEIN PRODUKT ZU KAUFEN.

Du baust immer mehr Vertrauen zum Interessenten auf. Eines Tages, statistisch nach 7 bis 12 Kontakten (z.B. Mails) steigert sich die Kaufbereitschaft signifikant.

Jetzt ist es wichtig, dass du die Informationen, die du deinem neuen Kontakt und natürlich allen "alten" Kontakten so auswählst, dass sie hoch relevant für ihn sind.

Wie machst du das? Du speicherst das Verhalten des Webseitenbesuchers in deinem Autoresponder-Programm. Hat er einen Link in einer Mail geklickt, hat er die Mail überhaupt geöffnet oder eine bestimmte Webseite besucht - alles wird ein guter Autoresponder erfassen.

Diese Art Informationen nennt man TAGs. Stelle es dir wie kleine Klebezettel vor, die du an deine Besucher verteilst. Das Autoresponder-Programm sendet jeden in deiner Liste nur die Infos zu, die mit den TAGs übereinstimmen.

Das erhöht die Relevanz ungemein. Vorteil für dich - relevante Informationen werden gelesen und landen nicht im Spam oder Papierkorb.

Bieten alle Autoresponder-Programm diese hoch professionellen Möglichkeiten an? Nein, bieten sie nicht. Ich kann dir an dieser Stelle empfehlen, dir das Video "E-Mail-Marketing" von Klick-Tipp anzuschauen (hier klicken).

Es gibt eine Erfahrung im Internet-Marketing, die besagt, dass ein Kontakt in deiner Liste etwa 1 Euro pro Monat wert ist. Bitte verstehe dies nur als Anhalt.

Das funktioniert natürlich nur, wenn du auch die richtigen Inhalte (Content) mit den dazu passenden Angeboten versendest.

Investiere in bezahlte Werbung

Im Gegensatz zur Investition in SEO, wo du Erfolge in der Regel nach Wochen oder Monaten sehen kannst, reagiert der Markt bei bezahlter Werbung sofort. Was bedeutet dies?

Die wohl bekanntesten Werbemöglichkeiten im Internet sind Google Ads (früher Adwords) und Facebook Ads. In beiden Fällen bezahlst du dafür, dass ein Webnutzer auf eine deiner Anzeigen klickt.

Du zahlst also dafür, dass Google oder Facebook ihre interessierten Benutzer auf dein Angebot, in der Regel auf deine Webseite lenken. Der Preis für einen Klick kann zwischen wenigen Cent bis hin zu etliche Euro liegen.

Der Preis variert sehr stark je nach Thema der Anzeige. Anzeigen in den Bereiche Abnehmen, Geldverdienen, Dating, Sex, Immobilien und noch einigen mehr sind fast immer sehr preis-intensiv.

Du solltest bei bezahlter Werbung immer gut wissen, was du tust.

Die bezahlte Werbung hat allerdings auch "unbezahlbare" Vorteile:

  • Du stellt eine Werbung ein, sie wird von Google oder Facebook genehmigt, freigeschalten und sie zeigt sofort ein Ergebnis an. Ergebnis in diesem Fall gleichbedeutend mit einer Reaktion von Menschen, was nicht unbedingt eine Eintragung bei dir oder ein Kauf sein muss
  • Hast du deine Anzeigen und den Folgeprozess ausreichend getestet und bist mit dem Ergebnis zufrieden, kannst du skalieren. Du erhöst schrittweise deinen Einsatz und erhältst fast prozentual mehr Interessenten auf dein Angebot. Dies geht immer bis zu einem Abbruch-Betrag. Hast du den erreicht, wird oft das Budget nicht mehr verbraucht oder es bringt bei steigendem Budget nicht signifikant mehr Ergebnis für dich. Geh mit deinem Tagesbudget ein kleines Stück zurück und lasse es ein paar Tage laufen.
  • Lightbulb
    Du kannst Angebote, Content und Anzeigen sehr intensiv testen und wirst sehen, wie deine Wunschkunden darauf reagieren. Bitte mache die Intervalle für Anpassungen der Anzeigen nicht zu klein. Google und auch Facebook benutzen lernende Algorithmen, die ein paar Tage benötigen, bis sie perfekt laufen.

Nutze die Möglichkeiten der lokalen Werbung

Gerade lokale Handwerker, Gaststätten, Ärzte, eben alle mehr lokal angesiedelten Unternehmen mit lokaler Kundschaft haben sehr gute Werbemöglichkeiten die lokalen Online-Medien zu nutzen.

Darunter verstehen sich sowohl die lokalen Dienste von Google (Google-Maps, Google-Business, Google+), als auch die Verzeichnisdienste wie z.B. Gelbe Seiten. Viele der Verzeichnisdienste haben ihr Printprodukt komplett auf ein Onlineangebot umgestellt.

An dieser Stelle ein Tipp - nutze hierfür einen Dienstleister. Dieser macht die Eintragungen so perfekt für dich, dass du in den Suchmaschinen wirklich gefunden wirst. Ein Beispiel:

Beispiel-Google-Maps-Hautärzte-Dresden

Es ist also wirklich hilfreich in ein paar Euro zu investieren, um gerade bei der lokalen Suche gefunden zu werden.

Zusammenfassung für dich

Zusammenfassung in kurzen Worten

Investiere mehr in die Entwicklung deiner Marke. Eine Marke kann niemand komplett kopieren, wenn du die Grundsätze der Einzigartigkeit beachtest.

Mache deine Webseite zum Marketing und Kommunikations-Mittelpunkt. Jede Werbung hat einen speziellen Bereich deiner Webseite als Zielpunkt.

Nutze E-Mail-Marketing, Social Media und lokale Werbemedien für deine Sichtbarkeit.

Hat dir dieser Artikel geholfen? Ich freue mich über einen Kommentar von dir, wenn du Fragen hast oder einfach beitragen möchtest. Gern kannst du auch diesen Beitrag an deine Kollegen oder Freunde weiterleiten. DANKE!

Herzliche Grüße vom COLITRI-Team
dein Thomas

thomasheise
 

Click Here to Leave a Comment Below 0 comments

Leave a Reply:

Top